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Ohne Arbeit keine soziale Integration

Wir erweitern unsere eigenen Kompetenzen.

Die Regeln der "Arbeitswelt Schule" sind im Wandel. Heute werden wir an einem neuen Maßstab gemessen, nicht nur an unseren Fachkenntnissen, sondern auch daran, wie wir mit uns selbst und anderen umgehen. Im Mittelpunkt stehen die Fähigkeiten, die Kinder und Jugendlichen, Kollegen und Eltern zu verstehen und kooperativ mit ihnen zusammenzuarbeiten. Dabei sind innere Qualitäten wie Initiative und Empathie, Anpassungsfähigkeit, überzeugungskraft, Optimismus und Belastbarkeit notwendig.

Ein nicht geringer Teil unserer Fünftklässler ist in seinen Augen bzw. in den Augen der Eltern in einem Auswahlverfahren (Grundschule) durchgefallen, weil aufgrund unbefriedigender Lernergebnisse ihr Wunsch, eine IGS oder RS zu besuchen, unerfüllt blieb. Bei diesen Schülern benötigen wir ein halbes Jahr, um ihnen das Gefühl zu geben: ihr könnt etwas, ihr seid bei uns hier richtig, nämlich erfolgreich.

Neben dem Auftrag, Defizite zu beheben, Grundwissen und die von der Wirtschaft geforderten Schlüsselqualifikationen zu vermitteln, hat unsere Schule die Aufgabe, grundlegende emotionale Fähigkeiten zu lehren und zu leben.

"Wir erweitern unsere eigenen Kompetenzen" ist auch das Bemühen, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie Empfindungsvermögen, Aufmerksamkeit, Fremdwahrnehmung, Konfliktstärke, Kooperationswille und Lernbereitschaft praktisch umgesetzt werden können.

Um zumindest eine Antwort auf das "Wie" zu geben: Aus der Förderung der Selbsttätigkeit erfolgt die Bereitschaft zum Lernen. Die besten methodischen Ansätze sind diejenigen, die bei den Schülerinnen und Schülern ein Maximum an Interesse hervorrufen. Das sind in der Regel solche, die ihnen die Möglichkeit geben, alleine zu arbeiten, selbst ihre Erfahrungen zu machen, und die erlauben, die "Studien" mit dem praktischen Leben abzuwechseln.

Wünschenswert und weiter vermittelbar sind folgende grundlegende Kompetenzen:

  • zuhören können
  • auf Schwierigkeiten und Rückschläge kreativ reagieren können
  • zielgerichtet arbeiten können
  • kooperative Einstellung zur Gruppe haben
  • Konflikte lösen können

Darüber hinaus erweitern wir unsere Kompetenzen durch:

  • die Förderung der Kooperations- und Teamfähigkeit
  • die Pflege kollegialer und interprofessioneller Zusammenarbeit
  • die Motivation zur teamorientierten Gestaltung von Unterricht und Erziehung
  • Kollegiumsinterne, ganztägige Fortbildungen

Kompetenzen für die Unterstufe (Klassen 5 bis 7) in Bezug auf:

  • Verfahren zur Feststellung des Ist-Zustandes in der Eingangsklasse ( Duisburger Sprachstandstest, DRT3, Hamburger Schreibprobe)
  • Elemente der Grundschulmethodik
  • Lernformen und angemessene Lernverfahren (Methodentraining)
  • die Entwicklung altersgemäßer Sozialkompetenz
  • Verfahren zur Aufarbeitung von Defiziten (Hausaufgabenbetreuung, Förderunterricht)
  • die Feststellung von Auffälligkeiten aller Art (Zusammenarbeit mit Förderschulen)
  • die Feststellung von Eignung für weiterführende Schulen
  • Kontakte mit Grundschulen, Förderschulen, weiterführenden Schulen
  • Projektarbeit

Kompetenzen für die Oberstufe (Klassen 8 bis 10) in Bezug auf:

  • die verschiedenen Berufsbilder
  • die aktuelle Lage des Ausbildungsmarktes
  • das regionale Berufs- und Ausbildungsangebot
  • die berufsspezifische Eignung von Schülerinnen und Schülern (Potentialanalyse)
  • die Berufsorientierung (Kl.8), Berufswahl, Berufswahlentscheidung (Kl.9) und Berufsvorbereitung (Kl. 10A, 10B)
  • die Kontaktpflege mit Betrieben
  • schulische, außerschulische und außerbetriebliche Ausbildungsmöglichkeiten
  • die Kontaktpflege zur Jugendberufshilfe, zum Arbeitsamt, zu Kompetenzagenturen, Jugendwerkstätten und Jugendhilfe.