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Ohne Arbeit keine soziale Integration

Wir erleichtern den Schülerinnen und Schülern auf besondere
Weise den Zugang zu Arbeit und Beruf.

 

Die Zahl der Hauptschüler, die im direkten Anschluss an die allgemeine Schulpflicht keine Ausbildung beginnen, ist nach wie vor sehr hoch. Die Zahl derer, die ein begonnenes Ausbildungsverhältnis vorzeitig abbrechen, steigt stetig, und die erfolgreichen Ausbildungsabschlüsse gehen teilweise rapide zurück.
Diesem Trend begegnen wir seit 1994 mit einem besonderen Konzept, das langfristig angelegt ist.
In der Oberstufe unserer Schule, den Jahrgängen 8 – 10, hat der Unterricht die Schwerpunkte Berufsorientierung, Berufswahl, Berufswahlentscheidung und Berufsvorbereitung. In allen vier Stufen wird den Schülern ein direkter Kontakt zur Arbeitswelt ermöglicht.
Jeder Schüler absolviert im Verlauf dieser drei Oberstufenjahre Praktika.
Das erste erfolgt in der Klasse 8. Es dauert eine Woche und steht thematisch unter dem Gesichtspunkt der Berufsorientierung. In Klasse 9 dienen  die Praktika der Berufswahl und helfen bei der Berufswahlentscheidung. Gegen Ende des 9. Schuljahres sollen die Jugendlichen ihre Berufswahl getroffen haben, sodass eine gezielte Berufsvorbereitung im 10. Schuljahr stattfinden kann, insbesondere in der Klasse 10 Typ A durch ein Jahrespraktikum für Schüler, die einer individuellen Förderung bedürfen. Schüler, die ihr Praktikum abbrechen, werden in den Unterricht zurückgeführt.

Nachhaltig wollen wir bewirken, dass

  • die Schüler hinsichtlich ihrer Berufswahl Sicherheit gewinnen und ihre getroffene Berufswahl langfristig überprüfen können.
  • sie eine Berufs- und Lebenswirklichkeit außerhalb ihrer oft defizitären Umwelt kennen lernen.
  • sie die Bedeutung von Schlüsselqualifikationen beachten lernen und einüben (u.a.: Selbstständigkeit und Selbstverantwortung, Ausdauer und Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Kontaktfähigkeit).
  • sie sich in ihren Tätigkeitsbereichen qualifizieren.
  • sich für sie schließlich auch Chancen für ein Ausbildungsangebot eröffnen.
  • durch die Verknüpfung von theoretischem Unterricht und den im Praktikum erworbenen Einblick in die Arbeitswelt die Lebenswirklichkeit in den Unterricht einbezogen wird.

Hinzu kommen als Bestandteile der Oberstufenarbeit Betriebsbesichtigungen und Besuche im BIZ. Den Mädchen der Klassen 8 und 9 werden Projekte angeboten, deren Zielsetzung es ist, das Berufswahlspektrum zu erweitern.

Das Oberstufenkonzept insgesamt öffnet die Schule gegenüber außerschulischen Partnern und bezieht diese in die Bildungsarbeit mit ein. Angesichts der Schwierigkeiten von Schule, erzieherischen Einfluss auf Schülerinnen und Schüler zu erlangen, ist eine langfristige Zusammenarbeit mit Betrieben von großer Bedeutung.

übergeordnete Leitziele und Qualifikationen

übergeordnete Leitziele Qualifikationen
Durch das Praktikum in Klasse 10A werden grundlegende Werte, Grundhaltungen, Tugenden langfristig eingeübt. Erziehungsqualifikation
Durch das Praktikum in Klasse 10A erhalten die Schülerinnen und Schüler die Chance, die Bedeutung der von Schule zu vermittelnden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Hinblick auf ihre Zukunftsbedeutung neu einzuordnen. Erkenntnisqualifikation
Durch das Praktikum in Klasse 10A wird die Verbindung von theoretischem und praktischem Lernen gestärkt, indem Inhalte aus dem Praxisbereich in den Unterricht einfließen. Motivationsqualifikation
Durch das Praktikum in Klasse 10A werden die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erlangen, erheblich gefördert. Erfolgsqualifikation