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Logo des Schulprogramms

"Viele Schulprogramme lesen sich wie Bauchläden voller Angebote", so inhaltlich Hans-Günter Rolff.
Nun sind 26 Seiten nicht gerade wenig, und die geäußerte Kritik, so mag man glauben, trifft auch auf dieses Programm zu. Deshalb auch einige Bemerkungen dazu. Zunächst aber:
"Ohne Arbeit keine soziale Integration" das klingt nach einer Verkürzung aller schulischen Bemühungen auf den Bereich "Hinführung zur Berufs- und Arbeitswelt. Bereits die übergeordneten Leitsätze eins und zwei zeigen aber, dass das nicht zutrifft. Arbeit ist allerdings eine Voraussetzung für soziale Teilhabe. Die Wirklichkeit führt uns das ständig vor Augen. Aus diesem Grund wird dem genannten Aspekt besondere Aufmerksamkeit zuteil.
Schule war nie in der Lage, gesellschaftliche Entwicklungen vorauszusehen und damit antizipatorisch wirksam zu werden. So ist es auch heute. Nur, die Veränderungen vollziehen sich in immer schnellerem Tempo, und der Abstand zwischen dem, was Schule zu leisten vermag, und dem, was sie leisten soll, scheint immer größer zu werden. Eines ist jedoch bereits sicher: Aufgaben, die noch vor Kurzem traditionell von anderen Institutionen übernommen worden sind, werden heute vermehrt dem schulischen Bereich "überlassen". Gemeint ist vor allen Dingen der Bereich Erziehung.
Gleichgültig, in welcher Weise Lehrerinnen und Lehrer mit dieser Aufgabe belastet, überlastet und allein gelassen sind, sie müssen die Probleme angehen. Und so ist in diesem Schulprogramm auch versucht worden, insbesondere in den übergeordneten allgemeinen Leitsätzen, die Situation zunächst zu beschreiben, die Grundlage für unser Handeln ist.
Auf dieser Grundlage fußen die speziellen Leitsätze, die wir formuliert haben. Dabei ist vieles, was als Programm von allen gestützt wird; einiges wird als wichtig erkannt, aber nicht von allen umgesetzt, und schließlich gibt es Bereiche, die wir als wichtig erachten, denen wir uns aber noch zuwenden müssen. Wir sind der Meinung, sie in das Programm aufzunehmen, um sie nicht aus dem Blick zu verlieren.
So haben wir in einem ersten Schritt versucht, unseren Standort zu benennen. Er ist in der Tat umfangreich. Auffallend ist, dass sich die Beschreibung der einzelnen Leitsätze, die von verschiedenen Gruppen erarbeitet worden sind, in ihren erziehlichen Intentionen wiederholen. Das führt letztlich zu einer Verdichtung des vermeintlich umfangreichen Programms.